Vorwarnung: Hier geht es um alternative Religion sowie um den Kern einer Religion, aber nur als Idee, nicht zum Predigen oder Überzeugen!also weiter lesen auf eigene Gefahr!Eine der schönsten Stellen in der Heiligen Schrift möchte ich Euch hier erzählen.Es handelt sich um ein Gleichnis: Jemand fragt: Wie lange dauert die Ewigkeit ? Und er meint diese Frage offenbar ernst, nicht provokativ.Als Antwort wird ihm eine Geschichte erzählt: Im Hochland zwischen Indien und Tibet steht einer der höchsten Berge dieser Welt, viele tausend Meter über dem Meeresspiegel. Majestätisch, hoch aufragend, massiv und stolz steht er dort. Nun passiert es in jedem Jahr, dass auf seinem Flug nach Süden ein kleiner Singvogel dort Rast macht, genau auf dem Gipfel dieses Berges, und sich für den Rest seiner Reise ausruht. Bei dieser Gelegenheit singt der Vogel ein Liedchen und wetzt, vermutlich aus alter Gewohnheit, seinen Schnabel am Felsen. Dann setzt er seinen Flug fort. und fliegt in sein Winterquartier. Aber schon 6 Monate später ist er wieder da, und die Geschichte wiederholt sich. Wenn nun der Vogel mit seinem Schnabel den Berg vollständig abgewetzt hat, dann ist die erste Sekunde der Ewigkeit vorbei.Mir gefällt dieses Bild, und es ergibt eine Vorstellung von etwas eigentlich unvorstellbarem, aber, über genau diesen Berg gibt es noch eine Geschichte, und die gefällt mir noch viel besser:Also, ich nenne ihn einfach Ewiger Berg.Tief in diesem Ewigen Berg gibt es eine riesiges Höhlen-Labyrinth mit einem grossen See. Der Boden ist nicht auszumachen, es scheint sehr tief zu sein.Es ist ziemlich dunkel hier drin, aber der See scheint aus sich heraus zu glimmen, so das man die Höhlenwände zumindest erahnen kann, was eine etwas unheimliche Atmosphäre schafft, aber gleichzeitig auch sehr beruhigend wirkt. Ob man die Ewigkeit der anderen Geschichte spüren kann?Auf jeden Fall ein idealer Ort für eine Meditation !Wer schon mal die Wasserhöhlen im Salzstollen erlebt hat, kann sich das besser vorstellen:Die meditative Ruhe, die Stille, es wirkt wie Balsam für eine gestresste Seele. Und das hat einen guten Grund:Das ist der Seelensee.Für jedes Leben, das geboren wird, wird ein Tropfen dieses Sees “ausgeliehen” und dem Lebewesen als Seele anvertraut. Es wird zu seinem persönlichen, unverwechselbaren Fluidum, seinem Ich, seiner Seele, oder wie auch immer man es nennen mag.Dieser Tropfen begleitet unser Leben, teilt Freude und Schmerz, macht Erfahrungen und versagt mit uns, hofft und bangt mit uns, verzweifelt und jubiliert, lernt und vergisst, liebt und hasst, wagt und verzagt wacht uns schläft. Manche nennen es Persönlichkeit, oder das “Ich”, ganz gleich, wie man es nennt, es hat ein paar unverwechselbare Eigenschaften:Es erlebt alles mit uns, macht alles mit, sammelt das alles und formt es zu so einer Art Lebensessenz .Einem Konzentrat unserer Selbst. Es wird immer inhaltsvoller und reifer, je länger das Leben andauert.Aber es kann z.B. nicht betrogen oder gefälscht werden, es ist untrüglich wie eine Aufzeichnung, aber es ist auch gnädig, uns nicht immer nur unsere Schwächen zu zeigen, es schmeichelt aber auch nicht. Es ist nicht neutral, sondern einmalig und sehr persönlich. Nicht launisch, aber verletzlich. Nicht bestechlich oder retouschierbar, nicht vergesslich oder bedrohbar, es ist ein fleissiger, beständiger und doch freundlicher Sammler.Und jetzt kommt der scheinbar traurige Teil der Geschichte: Wenn nun ein Leben zu Ende geht, dann geschieht etwas wunderbares: Der Tropfen vereinigt sich wieder mit seinem Ursprung und geht wieder in diesem auf.Dabei bringt er allen Inhalt mit ein, ein Leben voll Lernen, Entwicklung, Erfahren, ein einmaliges und unverwechselbares Erbe geht auf im Ganzen. Und deshalb leuchtet dieser See im Laufe der Jahrhunderdtausende immer ein wenig mehr, denn in ihm ist die Essenz allen Lebens, und nichts geht jemals verloren, nichts war umsonst, nichts war ohne Auswirkung (auch wenn es keiner gemerkt hat).Aber es wird auch nie wieder die gleiche Person geben, und doch ist etwas von ihr dabei.Ich habe öfter mal den Satz gehört :”mit der Zeit hat der Mensch gelernt ......” So könnte ich mir das vorstellen, statt nur mit Evolution?So könnte es eine Weiterentwicklung geben. Aber es wird ja nicht nur das Gute weitervererbt, sondern alles. Und das bringt eine gewisse Verantwortung mit sich, alles, was je getan wird, bleibt getan, einen “Sünden-Radiergummi” gibt es nicht, keine Beichte, und es ist ungeschehen, aber ein Verzeihen gibt es schon, und eine unendliche Ruhe und Geduld.Für mich ist es eine beruhigende Idee, dass damit auch nie etwas vergebens oder umsonst war, also Anstrengen lohnt sich,oder?Absatz:Jede mir bekannte Religion versucht mehr oder weniger befriedigende Antworten auf die zentralen Lebensfragen zu geben: Was ist der Sinn, was wird mit mir,wenn ich sterbe, Wo komm ich her ....hier werden diese Fragen auch gestellt, jeder soll sich doch seine Antworten aussuchenNoch ein Tipp: Schaltet den Explorer oder Mozilla oder so auf Vollbild, und vergrössert die Anzeige so weit, dass die schwarze Fläche bis ganz an den Rand reicht, dann stört nichts WEISSES mehr den “Genuss”. Das geht mit STRG und der “+” Taste, mit “-” wird’s wieder kleiner mazSeelensee