ein paar einfache Fragen zu Christopher Columbus:Wenn es nicht Christopher C. gewesen wäre, sondern es sich um einen Araber namens Isfahan Taslik gehandelt hätte,meint Ihr, dann hätte man im Geschichtsunterricht eher erwähnt, dass die Wikinger vorher schon da waren?Man hat mir gesagt, die Kirche hätte Christopher C. nach Indien geschickt, dann kam der Einwand, das sei nicht die Kirche, sondern der König gewesen - ja, stimmt, aber:Eine Trennung von Kirche und Staat gab es beim besten Willen nicht (König von Gottes Gnaden und so).Christopher Columbus sucht einen neuen Weg nach Indien, und soll Gold und Schätze für die ewig leeren Staatskassen finden, fährt aber in die falsche Richtung los, und fällt nicht von der Erdscheibe (denn laut Kirche ist sie das ja zu der Zeit) und findet doch tatsächlich Land. Zwar nicht Indien, wie erhofft, aber wenigstens Indianer (drum heissen sie ja so). Armes Amerika.Als einen der Schätze brachte er die Kartoffel mit, die prompt von der Kirche als “Teufelsknolle” geächtet wurde,vielleicht weil man zu blöd war, die Knolle statt des Kartoffelkrauts zu essen. Glaubt eigentlich irgend jemand, er hätte die Kartoffel als Schatz mitgebracht, wenn er sie nicht probiert hätte (die Knolle wohlgemerkt?)Oder ist der Grund, warum heute noch Kinder in der Schule den Unsinn lernen, der, dass die Wikinger gar nicht im Geschichtsbuch der Schulen vorkommen?Auf jeden Fall war die Kirche für die Geschichtsschreibung zuständig, und die war nicht wirklich um die Leistungen der Wikinger bemüht,auch wenn diese zur Zeit von Columbus schon Christen waren und damit aus der Geschichtsschreibung mangels Interesse verschwunden. mazColumbus mazColumbusDie Beharrlichkeit ist für die Geschichte das, was für den Reifen die Haftreibung bedeutet, nur: Reifen überwinden diese Haftreibung, und dann bewegt sich etwas, bei der Geschichtsschreibung sieht es anders aus:Ein Experiment:Neuerdings weiss man eigentlich, dass Columbus nicht der erste war, der Amerika entdeckt hat, ob die Wikinger wirklich die ersten waren, weiss man eher nicht so genau, aber dass sie deutlich früher dran waren, das weiss man doch.Auflösung unseres kleine Rätsels:Ich zitiere wörtlich aus einem Bericht von Albrecht Haupt: Die älteste Kunst der Germanen ... im Original zu finden unter:us-archive.orgdort steht wortwörtlich zu lesen:Auch Amerika war einst schon entdeckt durch nordische germanische Wikinger, später aufs neue durch Italiener, Spanier und Portugiesen und von diesen in Besitz genommen. Gut, der Schreibstil ist ein wenig schwer zu lesen, aber das muss man dem Verfasser nachsehen, schrieb er das doch für den Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg.Gedruckt wurde diese Werk in Verlag LEIPZIG HA- LUDWIG DEGENER 1909Wer von Euch hätte das geglaubt? Mehr als 100 Jahre vor unserer ZeitAlso schätzt mal, seit wann dies bekannt ist !Wollt Ihr wissen, was stimmt? Dann schaut am unteren Ende der SeiteAber da stellt sich eine andere Frage: Warum sind die Wikinger nicht dauerhaft in Amerika geblieben, sondern haben ihre Stützpunkte offensichtlich aufgegeben?Wäre nicht zumindest ein Handel interessant gewesen?Haben sie nicht fruchtbares Land zum Siedeln gesucht?Was hat ihnen an Amerika nicht gefallen?Haben sie sich mit den Ureinwohnern verstanden?Viele haben versucht, darauf eine Antwort zu finden, und ich finde viele der Antworten sehr kreativ, auch wenn für alle die Nachweise fehlen, aber ich habe einen persönlichen Favoriten (und auch für den gibt es nur Anhaltspunkte, keinen Beweis)Es wäre gut vorstellbar, dass das noch vorsichtige Vertrauensverhältnis zwischen den Wikingern und den Indianern genau dadurch gestört worden ist, dass die Wikinger die Indianer erstmals zu einer typischen Wikinger-Feier eingeladen haben. Das konnten sie erst tun, nachdem sie sich ein wenig häuslich eingerichtet hatten. Dann aber konnten sie ihre ganze Palette der Köstlichkeiten auffahren. Ich gehe mal davon aus, dass sie bei den Indianern vorher schon zu Gast waren.Und nachdem die Wikinger wirklich gut darin waren, neue Kontakte zu knüpfen, traue ich ihnen auch einiges an Geschick zu, den Gästen einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Es gab bestimmt viele typische Speisen und Getränke, und die Stimmung war bestimmt nicht schlecht. Ob sich was am Spiess drehte, und ob die Wikinger den Indianern was vorgesungen haben, - ich weiss es nicht, aber so ein wenig wie bei Asterix und Obelix könnte es schon gewesen sein.Aber eines konnten sie nicht wissen:Die Indianer waren Laktose-unverträglich, sie hatten keinerlei Erfahrung mit Milchprodukten, und sie haben sie folgerichtig nicht vertagen.Sie konnten das nur als Vergiftungserscheinungen deuten, und haben vermutlich ziemlich unfreundlich darauf reagiert. Es kann auch zusätzlich noch zu Erkrankungen gekommen sein, die durch die eingeschleppten Viren/Bakterien zu erklären sind. Die Wikinger hatten Antikörper dagegen, die Indianer nicht, es kann also durchaus zu Todesfällen gekommen sein, wo ein Wikinger nur einen Schnupfen gehabt hätte.Die Milch macht’s - oder auch nichtAnhaltspunkte hierfür: die Laktoseintoleranz der Indianer ist belegt,Viele andere Stämme sind durch Viren/Bakterien dezimiert oder ausgerottet worden (von nichtsahnenden Besuchern eingeschleppt).Kein Beweis, aber durchaus plausibel