von Archäologen haben wir oft gehört: sensationeller Fund von .... irgendeinem Werkzeug, und das genaue Alter, der Fundort, und die Schlüsse, die sie daraus ziehen.Direkt darauf angesprochen, geben sie auch zu, dass daraus eine "Lehrmeinung" wird, also eine Meinung, keine Wahrheit.Gerade was die Wikinger, Phönizier und verschiedene andere alte Kulturen angeht, habe ich von diesen Experten schon oft gehört: Das war zu dieser Zeit noch gar nicht möglich, das muss anders gewesen sein- nach der aktuellen Lehrmeinung absolut richtig.Und trotzdem: eine dumme Lüge, die nichts mit Wissenschsft zu tun hat:Die anerkannten Funde sind erstens sehr oft einfach falsch oder unzureichend datiert, und zweitens:Ein Fund zu einer bestimmten Zeit erlaubt einfach keine Aussage darüber, ob vorher diese Technik möglich war oder nicht, nur, dass sie nicht gefunden wurde, sonst nichts, alles andere ist Meinung.Und die beruht dann auf einer Datierung von Beifunden, oder der umgebenden Erde.Das ist so, als wolle man den Typ und das Alter eines Autos durch eine Untersuchung des Parkplatzes bestimmen.Wenn man einen Archäologen direkt darauf anspricht, gibt er das ja auch zu, aber die Praxis sieht anders aus:Da gibt es eine Lehrmeinung, und Funde, die nicht zu dieser passen, werden extrem argwöhnisch beurteilt und meist nicht anerkannt, weil sie die Lehrmeinung "kippen" würden.Dieser "kippen" ist aber in den vergangenen 150 Jahren sehr oft passiert und musste letzendlich (nach vielen Jahren) anerkannt werden.Dann wird auch noch unterschlagen, dass Funde sicher nicht eine Normalwelt repräsentieren, sondern dass nur eine eher unwahrscheinliche "Konservierung", bedingt durch Luftabschluss, Lagerung in Höhlen, Lehm, Moor etc dazu führte, dass der natürliche Verfall ausnahmsweise verhindert wurde. Also ein seltener Glücksfall für die Archgäologie, nicht ein Prozent der Umgebung, aus der es stammt, auch kein Promille, wirklich ein seltener Zufall.Und von dem schliesst man dann auf die anderen 99,9999%, von denen man absolut keine Ahnung hat.Siehe Ötzi, jetzt weiss man, wie die in der Steinzeit gelebt haben.Weiss man das wirklich?Ebenfalls nicht berücksichtigt wird, dass es vorwiegend "Leute aus besserem Haus" waren, für die es Begräbnisrituale gegeben hat, die eine Konservierung begünstigt haben, und nicht die "Normalos". Es wird zwar nicht expizit gesagt, aber unterstellt, dass es eine Informationsmöglichkeit (wie heute) gegeben hätte (mal schnell bei WIKI nachgeschaut), oder dass es eine Freizeit wie heute gegeben hätte ( mei is mir fad, was mach ma denn heut, wir ham kein Video mehr da) oder dass es eine demokratische Gesellschaft gegeben hätte, in der man nicht Gefahr lief, als Ketzer gebrandmarkt zu werden oder gegen die gerade herrschende Meinung allzu “anders” zu sein. Nein, das war selten gesund. Evolutionstechnisch gesehen konnten sich Abweichler eben nicht reproduzieren, weil tot oder ausgestossen. Oder sie wurden zu Weisen und Führern. So lassen sich auch eher dunkle von eher hellen Epochen unterscheiden, egal wann und wo in der Weltgeschichte. Aber nur die Hinterlassenschaften zu bestaunen, ohne dabei die Selbstherrlichkeit, Rücksichtslosigkeit und den Grössenwahn der Erbauer auch nur zu erwähnen, vermittelt ein völlig falsches, romantisiertes Bild.Und dann die Selbstherrlichkeit der "Forscher". Sie mieten sich ein Flugzeug und überfliegen eine mögliche Fundstätte, sie werten keine Satelitenbilder aus, die die Bildüberlagerung mehrerer Jahreszeiten ermöglichen und somit viel bessere Aussagen liefern würden. Sie verwenden Metallsuchgeräte, die bei mir auf dem Speicher vermodern, weil sie längst überholt sindEs werden oft auch (in anderen Disziplinen ganz bewährte) Mess- und Auswertungsverfahren einfach nicht verwendet, statt dessen wird "gepfuscht" und vermutet.Und die üblichen Probleme von "Fachidioten", sie erkundigen sich nicht über neue Möglichkeiten der Analyse, benutzen antike Technik, und haben keine Ahnung von angrenzenden Wissensbereichen, statt dessen wird noch weiter in "Unterwissensgebiete” unterteilt, die aber die notwendige Interaktion eher durch Grabenkämpfe und Abgrenzungen ersetzen. Die wenigen “Universalisten” oder “Interdisziplinären” werden von eben diesen Fachidioten ganz offiziell als Nichtfachleute beschimpft und in Frage gestellt. Der Kampf um das eigene Budget und die eigene Reputation sind eben wichtiger. Ich habe mit vielen wirklichen Forschern gesprochen, und genau diese Kritik immer wieder gehört. Gleichzeitig gibt es in dieser Forscher- und Wissenschaft-Gemeinde noch Tugenden wie Kollegialität, unendgeldliche Hilfe, extreme Gründlichkeit, bewundernswerte Ausdauer und vieles mehr, was ich sehr hoch einschätze.Nicht falsch verstehen, ich achte diese Menschen und ihre Leistung, und bewundere auch, dass sich die meisten nicht für persönliche Bereicherung interessieren, aber sie werden so ausgebildet und können oft nicht aus ihrer Haut. Und für den ÜBERBLICK wurden sie nicht ausgebildet. Schade, dass sie ihn nicht haben, katastrophal jedoch , dass ihn auch niemand sonst zu haben scheint.Das ist ganz in der Tradition der kirchlichen Forschung, wo die Kirche trotz eindeutiger Erkenntnisse entschieden hat, ob ein Forschungergebnis mit den "Lehren" vereinbar ist. So wurde die runde Erde der Griechen und Römer unter Einfluss der Kirche wieder eine Scheibe. (das ist ein eigenes und sehr interessantes Thema siehe Erde-Scheibe) Bildung durfte über das Lesen der Bibel nicht hinausgehen, und so wurde aus einem jahrhundertelang bewährten Bildungssystem durch die Kirche eine bildungspolitische und BEABSICHTIGTE Steinzeit. Ja die Kirche wurde zum Zentrum der Bildung und des Wissens, aber nur, um es wegzusperren und zu beherrschen. Und "unterrichtet" wurden eh nur zukünftige Mitarbeiter der Kirche, nicht etwa Aussenstehende. Nur durch den Buchdruck und den Druck der Bürger und Herrscher wurden erste Kompromisse geschlossen, aber extrem widerwillig - bis heute.Wissenschaft ist aber so definiert, dass man aufgrund eines Fundes eine (oder besser mehrere) Theorie aufstellt, und dann alle Argumente sucht, die dagegen sprechen, also man versucht sie zu widerlegen. Nur wenn die Theorie das übersteht und sich zusätzliche Anhaltspunkte finden, die sie stützen, dann kann man von einer "bestätigten Theorie" ausgehen. Nicht von einer Tatsache.Nur kann man das nicht "verkaufen"Schaut Euch doch mal eine "moderne" Doku an, aufgemacht als Sensationshaschend, die Vorschau verspricht aufsehen-erregende Erkenntnisse, das meist mehrfach, in der Doku steigt die Spannung bis zum blamablen Ende, sie wissen gar nichts, sie spekulieren wild durch die Gegend, und von den angekündigten Sensationen bleibt gar nichts, nicht mal ein Fragezeichen.Dann kann man aus der "Sternenscheibe von NEBRA" eine Sensation machen, nur weil darauf der Mond und die Sterne astrologisch stimmig abgebildet sind."das konnte man damals noch gar nicht", Sensationsfund, Fälschung ....All das nur, weil man einfach behauptet, dass die Phönizier nur "tagsüber" auf dem Meer unterwegs waren, sie hatten angeblich genauso wenig wie die Wikinger "echte nautische" Fähigkeiten.Gleichzeitig ist aber bekannt, dass die Ägypter sehr genaue Kenntnisse über den Sternenhimmel hatten, und das war bitte weit vorher.Also um welche "Sensation soll es sich da handeln?Ja, und noch ein böses Vergehen:Die Geschichtsschreibung weiss sehr wohl von vielen Fällen von "Wissensverlust", d.h. etwas schon längst erfundenes geht irgendwann verloren und wird später wieder neu entdeckt.Das wird aber in der Geschichtsschreibung nicht berücksichtigt, sondern es wird frech behauptet, z.B. "... dieser Fund ist die älteste Bronzearbeit der Geschichte"Daraus wird dann gefolgert, dass es vorher keine Bronzebearbeitung gegeben haben kann, weil ja dieser Fund der älteste ist.Super wissenschaftlich.Das dunkle Zeitalter: Der am besten dokumentierte "Wissensverlust" der Geschichte ist uns allen sehr bekannt, er wurde absichtlich und bewusst herbeigeführt. Die Willensbekundung lautete ziemlich wörtlich:Alles, was über das Lesen der heiligen Schrift hinaus geht, ist abträglich, und nicht notwendig, um ein christliches Leben zu führen.Also wurden folgerichtig Schulen, Bildung, Forschung und Technik vereinnahmt, geheimgehalten und durch Glauben an eine Belohnung im Jenseits ersetzt, um die Menschen zum Durchhalten in einem erniedrigenden, elenden Jenseits zu veranlassen, zum Wohle der Herrscher und der Kirche.Diese Absicht wurde durchgesetzt und führte zumindest Europa zurück in die finsterste Steinzeit, in das "dunkle" Zeitalter. Für diese Idee wurden mehr Menschen umgebracht, als die Nazis je geschafft haben, wurden alle "Besserwisser" zur Räson gebracht, gefoltert, eingesperrt oder verbrannt, Schätzungen gehen von 5000 bis 70000 Toten allein aufgrund abweichender Denkweise aus. Egal, ob es sich um die Kreuzzüge, um die Hexenverfolgung, die “Christianisierung”, die Bekehrung oder die Bekämpfung “Andersgläubiger”, aber auch die Machterlangung über benachbarte Staaten handelte, Mord war immer eine erlaubte Variante, dieses “heilige” Ziel auch zu erreichen. Seit dem ist viel Zeit vergangen, aber dieses Morden im Namen Gottes wurde nicht etwa verdammt, auch nicht als Übel geduldet, nein, es wurde als vollkommen gerechtfertigt und ohne jedes schlechte Gewissen verwendet. Mit dem gleichen guten Gewissen wie die Justiz (in vielen “zivilisierten” Länder jemanden mit gutem Gewissen zum Tode verurteilt. Und viele Menschen halten das ja auch für “gerechtfertigt”. Der Unterschied liegt ev. darin, dass dazu ein Schwerverbrechen vorausgesetzt wird, dass der “Schuldige” begangen haben muss. Und für die Kirche war dieses Verbrechen eben sicher dann gegeben, wenn derjenige kein Christ (der selben Sorte) war, oder eben einfach im Weg stand, auf dem Weg zu Macht, Reichtum und Einfluss.Das Wissen der Griechen und Römer haben die Europäer bis zum 18ten Jahrhundert nicht wieder eingeholt, also 2300 Jahre Finsternis.zweitausenddreihundert Jahre!Und leider wirkt dieser Einfluss noch heute, sowohl in der Wissenschaft, in der Forschung, in den Zünften - oh die heissen ja jetzt Handwerkskammern, und in unserem christlich-abenländischen Erbe, dass unser Rechtssystem und unser Gesellschaftssystem bis heute prägt.Nicht falsch verstehen: ich habe grosse Hochachtung vor jedem, der sein Leben christlich ausrichtet.Ich habe auch Hochachtung vor den Werten, die die Religion weitgehend mit beeinflusst hat, und die die Grundlage “zivilisierten” Zusammenlebens darstellen. Die Gesellschaft kann ohne solche Regeln nicht funktionieren, und einen Zustand ohne diese Regeln kann man in einigen Krisenregionen erlben, nein, diese Werte kann man nicht (vernünftigerweise) in Frage stellen.Die Kirche jedoch spielte eine Rolle als Instrument der Bevormundung, der Ausbeutung, der Gewalt, des Mordens, der Unterdrückung, und der Verdummung. Schlimm, aber Wort für Wort geschichtliche Wahrheit, und durch die Aufzeichnungen der Kirche selbst belegt, und nicht bestritten, sondern nur "gerechtfertigt".Dazu kann ich nicht JA sagenAnmerkung: Der letzte Exhorzismus wurde wann beantragt, wann der letzte durchgeführt? Schätzt malUnd wann wurde der Hexenhammer zuletzt verwendet, und eine Hexe angeklagt? Schaut es einmal selber nach, bei der besten Quelle, die ich kenne, bei der Kirche selbst, Ihr werdet entsetzt sein.Und in wie vielen Ländern gibt es diese dummen Brutalitäten im Namen eines Gottes noch heute?Das meine ich mit einem "verhängnisvollen" Einfluss. mazArchäoligie mazArchäoligie